Fahrradtour 2022

Mit dem Fahrrad um die Welt
Im August 2022 fahre ich mit meinem Liegerad zunächst von Ingolstadt ein Stück die Donau hoch und kämpfe mich über die Berge bis zum Rhein, den ich auf der Höhe Mannheim wohl erreichen werde. Dann geht es den Fluss abwärts bis Koblenz und die Mosel rauf bis Trier. In Trier begebe ich mich dann nach 2 Tagen Pause Richtung Saar, an Dillingen, Saarbrücken vorbei, am Rhein-Marne-Kanal entlang bis Straßburg. Dort werde ich den Rhein überqueren und über den Schwarzwald zur Donauquelle. Die Donau begleite ich dann hinunter zurück bis nach Ingolstadt.

Karte der Radtour
Rund 1300 Kilometer durch Südwestdeutschland und Frankreich.

Auf dieser Seite möchte ich von meiner Tour vor und während der Fahrt berichten. Ich plane also, diese Seite jeden Tag zu aktualisieren mit meinen täglichen Erlebnissen. Die genau gefahrene Tour werde ich am Ende meiner Reise hier als GPS-Daten zur Verfügung stellen.

Das Liegerad

Liegerad HP Scorpion FX 20 Zoll mit Gepäcktaschen beladen an einem Fluß.
Mein Reisebegleiter: HP Scorpion FX mit Gepäcktaschen.

Ich habe im Sommer 2021 verschiedene Liegeräder zur Probe gefahren. Die Sitzposition begeisterte mich, da ich zwar sehr gerne Fahrrad fahre, mir jedoch nach kurzer Zeit der Hintern, der Nacken und die Handballen schmerzten. Auf einem Liegerad gibt es so etwas nicht. Letztlich habe ich mich mit einer erstklassige Beratung durch das Räderwerk in Hannover für ein HP Scorpion FX des Herstellers HP Velotechnik aus Kriftel bei Frankfurt entschieden. Es ist ein teilgefedertes Liegedreirad speziell für Radreisende konzipiert. Es hat einen Shimano Steps Antrieb und eine automatische DI2-Schaltung. Den Motor verwende ich allerdings nur als Kletterhilfe. So kann ich auch mit schwerem Gepäck größere Steigungen bewältigenden. Da es mich aber meistens an Flüssen vorbeiführen wird, benötige ich den Antrieb vermutlich eher nicht.

Im Nachgang habe ich noch Klick-Plattform-Pedale nachgerüstet. Beim Liegerad ein logischer Schritt, um Abrutschen zu vermeiden und mehr Kraft aus den Waden auf die Straße zu bringen. Wer auf dem Zweirad Klickpedale nutzt, ist mindestens einmal umgefallen, wenn er nicht schnell genug aus den Klicks rauskommt. Das kann bei einem Liegerad mit 3 Rädern natürlich nicht passieren. Die Umstellung war für mich also einfach.

Ausstattung und Zubehör

Neben dem Shimano Computer rechts habe ich am linken Lenker eine SP Connect Induktionsladehalterung für mein Handy, eine Kamera GoPro MAX sowie ein Garmin Edge 830 Navigationsgerät, die ich alle wahlweise mit einem externen Akku und Solar oder mit dem Shimano-Akku laden kann. Hierzu habe ich mir Stromkabel durch den Lenker unter den Sitz gelegt mit wasserdichten Anschlüssen.

Für das Gepäck habe ich mich für Aqua-Back-Taschen von Vaude entscheiden, einem Hersteller aus dem bayrischen Tettnang, der auf Nachhaltigkeit in seinen Produkten viel Wert legt. Mit guter Beratung von HP sind die 6 Taschen optimal am Liegerad verteilt.

Im Gepäck habe ich 3fach Wechselwäsche, Kälte- und Regenschutz, einen Trangia Campingkocher mit Gas, leichtes Edelstahlgeschirr und -besteck sowie 4 Sigg-Flaschen (insgesamt 3 Liter) mit Wasser. Zur Übernachtung habe ich ein Coleman Zelt Coastline 2/3 Plus, einen Vaude Schlafsack Navajo 500 und zwei je 70cm Luftmatratzen, die man seitlich oder übereinander verbinden kann. Faltbarer Stuhl und Tisch sind auch im Gepäck. Verbandkasten, Werkzeug und kleinere Ersatzteile dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Anspruch und Ziel

Mein Ziel ist die Reise selbst. Auf meiner Tour wird es viele interessante Orte geben, die ich spontan auch besuchen werde. Allerdings ist die Natur, die drei Flüsse und die Strecke selbst für mich das wichtigste. Ob ich die Tour in zehn oder fünfzehn Tagen schaffe, spielt für mich keine Rolle. Ein Zwischenziel ist jedoch, meinen Bruder in Trier mit einem Zeitfenster von ein paar Tagen abzuholen. Er wird mich einen Teil der Strecke begleiten, die wir gemeinsam vor rund 30 Jahren auch schon gefahren sind.

Wenn es schief geht…

…darüber mache ich mir wenig Sorgen. Wenn was kaputt geht, wird es wieder repariert und ich hoffe, dass ich als ADFC-Mitglied auch den Pannenschutz bekomme, sollte ich ihn benötigen. Das Rad und ich sind gut versichert und ich habe schon anderes überlebt, was spannender war. Ich bin also guter Dinge, das zu schaffen. Falls doch etwas schief geht, wird improvisiert. Das ist schließlich ein Teil meines kleinen Abenteuers und ich bin sicherlich auch nicht der erste, der das überleben wird. Große Notfallpläne habe ich daher nicht gemacht.